So wird gebraut…

Im Laufe der Zeit habe ich den Brauprozess durch neue Gerätschaften erweitert und verbessert. Inzwischen bin ich auf einem Niveau angekommen, der es mir erlaubt einen halbautomatisieren Brauvorgang durchzuführen. Der gesamte Maischeprozess erfolgt vollautomatisiert in einem Braumeister 50 Plus von Speidel.


Braumeister 50 Plus

Seit Januar 2021 wird in einem Braumeister 50 Plus von Speidel gebraut, davor wurde in einem Grainfather 30 gebraut.

Es stehen zwei Malzrohre für 50 Liter und für kleinere Brauvorgänge für 20 Liter zur Verfügung. Außerdem besitzt der Braumeister eine Abpumpvorrichtigung welche eine direktes Abpumpen der Würze in den Gäreimer ermöglicht. Der Braumeister 50 Plus ist mit der neuen Brausteuerung von Speidel ausgestattet.

Weitere Informationen zum Braumeister 50 Plus und zu weiteren Brauanlagen von Speidel unter www.speidels-braumeister.de


Malz schroten

Malzmühle_neu

Meine elektrische Malzmühle besteht aus einer Mattmill Kompakt und einem leistungsstarken Motor. Die benötigte Malzmenge von 6 bis 13 kg können innerhalb von wenigen Minuten geschrotet werden.


Brauwasser einfüllen

Die benötigte Wassermenge für den gesamten Brauprozess wird bei der Erstellung des Rezeptes kalkuliert. In den Braumeister wird frisches Wasser, welches zuvor durch eine Entkalkungsanlage gelaufen ist, gefüllt. Der eigentliche Brauprozess startet, mit dem Aufheizen des Brauwassers auf Einmaischtemperatur.


Maischen

Das geschrotene Malz wird dem Braumeister und dem bereits enthaltenen Brauwasser langsam zugegeben. Anschließend wird die Maische automatisiert durch die unterschiedlichen Rasten geführt.


Läutern

Der Läuterprozess erfolgt im Braumeister über das herausziehen des innenliegenden Malzrohres. Über ein Lochblech kann nun die Würze abtropfen. Dabei finden kontrollierte Nachgüsse statt, die die restliche Stärke aus dem Malz spülen.


Würze kochen

Die Würze wird nun 60 bis 90 Minuten lang gekocht. Währenddessen wird der Hopfen der Würze zugeführt.


Whirlpool

Durch den Whirlpool setzten sich Hopfenrest und sonstige Nebenprodukte zentriert im Braumeister ab. Dadruch kann die Würze besser abgepumpt werden.


Kühlung auf Gärtemperatur

Nach dem Whirlpool hat die Würze immer noch eine Temperatur von ca. 80 °C. Viel zu heiß, um die wertvolle Hefe hinzuzugeben. Für eine schnelle Kühlung verwende ich zum einen den Kühlmantel des Braumeisters, der die heiße Würze zügig auf ca. 50 Grad bringt. Zusätzlich wird die noch warme Würze während dem Abpumpen durch einen Plattenwärmetauscher geleitet. Dieser kühlt dann zusätzlich auf 25 bis 30 Grad herunter. Das warme Kühlwasser wird für die spätere Reinigung der Gerätschaften verwendet.

Für die weitere Kühlung, auch während dem Gärprozess wird die Begleitkühlung des Durchlaufkühlers AS-40 von Lindr in Verbindung mit einer Kühlspirale verwendet.


Gärung

Der Gärprozess erfolgt in einem Gärfass mit einem Fassungsvermögen von bis zu 60 Litern.


Reifezeit im Druckfass

Die Jungbiere reifen in NC-Kegs mit einem Fassungsvermögen von ca. 19 Litern. Insgesamt stehen derzeit 12 Fässer zur Verfügung. Alle Biere reifen mindestens vier Wochen im Druckfass.


Flaschenabfüllung

Abfüllung

Die Flaschenabfüllung erfolgt mit einem manuell betriebenen Gegendruckabfüller von FSM. Mit diesen lässt sich schonend das Bier vom Fass in die Flasche füllen.

Der Gegendruckfüller besteht aus einem Edelstahlständer und einem schwenkbaren Füllkopf, der das Zuführen und Harausnehmen der Flschen erleichtert. Zur Druckkontrolle besitzt der Abfüller auch noch ein Manometer.

Weitere 2 bis 4 Wochen reifen die Biere in der Flasche weiter. Somit haben alle Biere eine gesamte Reifedauer von vier bis acht Wochen, bevor diese verkostet werden.